Kindheit im Mittelalter


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Wie sieht dein Alltag aus? Du gehst zur Schule, spielst mit deinen Freundinnen oder Freunden, machst Hausaufgaben, hilfst deinen Eltern etwas im Haushalt oder beim Einkaufen? Und vielleicht machst du Sport oder Musik in einem Verein.

Nun stell dir vor, du lebst vor ├╝ber 1000 Jahren. Da war das Leben ganz anders. Es gab kein Strom, kein flie├čend Wasser, keine Autos. Die Wege waren aus Lehm. Gekocht wurde auf offenem Holzfeuer. Heizungen hatten die Wohnungen nicht. Au├čer dem Feuer zum Kochen gab es nur bei reichen Familien noch weitere Kachel├Âfen oder offene Kamine, die die Zimmer etwas warm machten.

Als Kind im Mittelalter hing dein Alltag sehr davon ab, wie arm oder reich deine Familie war. Wenn deine Familie reich war, viel Land besa├č und Arbeiter hatte, die f├╝r die Familie auf den Feldern arbeiteten, hattest du bestimmt Unterricht durch einen Privatlehrer. Der hat dir Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht. Dazu Religion und die Geschichte ├╝ber die K├Ânige und Herrscher. Du hast Gedichte und M├Ąrchen auswendig gelernt und vielleicht auch ein Musikinstrument oder Singen gelernt.

Als M├Ądchen hat deine Mutter dir N├Ąhen, Sticken, Weben und Spinnen beigebracht. Nat├╝rlich auch Kochen, Gem├╝se- und Kr├Ąuteranbau und wie man Krankheiten behandelt. M├Ądchen aus reichen Familien lernten auch Reiten. Allerdings ritten Frauen wegen ihrer langen Kleider im Damensattel. Da sind beide Beine auf der einen Seite des Pferdes. Vorne am Sattel war eine Halterung, um die ein Bein gelegt wurde.

Als Junge hast du Reiten, Schwimmen und K├Ąmpfen gelernt. Du musstest Erwachsene am Tisch bedienen und h├Âfliches Benehmen lernen. Dazu bist du oft schon im Alter von 7 Jahren in eine andere Familie geschickt worden.

Sp├Ąter dann hast du als Knappe (Diener) f├╝r einen Ritter gearbeitet. Du musstest dich um sein Pferd k├╝mmern und ihm helfen, seine R├╝stung anzulegen. Du hast Bogenschie├čen gelernt und mit dem Schwert zu k├Ąmpfen. Mit 21 Jahren bist du dann selbst Ritter geworden.

Wenn du in einer Handwerkerfamilie oder H├Ąndlerfamilie aufgewachsen bist, bist du vielleicht f├╝r einige Jahre in eine der wenigen Schulen gegangen, die die Kirchen angeboten haben. Als Junge hast du Lesen, Schreiben und Rechnen meistens da gelernt, wo du auch deinen Beruf gelernt hast. Mit sieben wurdest du deswegen zu einer anderen Familie geschickt. Dort wurde dir alles beigebracht.

Als Kind von Bauern oder Familien, die kein eigenes Land hatten und f├╝r die Reichen auf deren Feldern arbeiten mussten, hast du von klein auf zusammen mit deinen Eltern mitarbeiten m├╝ssen. Vermutlich hast du nie eine Schule besucht und auch nicht Schreiben und Lesen gelernt.

Sp├Ątestens mit 14 wurdest du wie ein Erwachsener behandelt. Die Jungen mussten wie die Erwachsenen arbeiten. Die M├Ądchen wurden in dem Alter verheiratet und mussten dann alle Hausarbeiten machen.

Die Kinder wurden streng erzogen. Schl├Ąge waren eine ├╝bliche Bestrafung. Kinder ab sieben Jahren konnten wie Erwachsene wegen Diebstahls bestraft und sogar get├Âtet werden.

 

 


 

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