Natur und Umwelt

Ann Makosinski – Erfinderin einer Taschenlampe, die durch Körperwärme leuchtet.

Bildquelle: Pixabay
Manchmal sind es kleine Dinge, die großes bewirken. So wie diese Taschenlampe, die ein großer Schritt sein kann für unsere Umwelt.

Ann mag Physik. Und interessiert sich für Energiespeicherung. Und sie stellte fest, dass der menschliche Körper viel Wärme herstellt und ungenutzt abgibt.

Ann hatte eine Idee, wie die Wärmeenergie von Menschen genutzt werden kann. Sie wusste, dass in Metallen, wenn sie verschiedenen Temperaturen ausgesetzt sind, elektrische Spannung entsteht, also Strom. Aus einem Aluminiumrohr, etwas Metall, Draht und LED-Lampen bastelte sie eine Taschenlampe. Man muss die Lampe nur in die Hand nehmen. Sobald die Wärme der Hand das Metall erwärmt, entsteht genug Energie, um die LED-Lampen zum Leuchten zu bringen. Allerdings muss die Hand wärmer sein als die Umgebungsluft, sonst reicht die Energie nicht.

Diese Thermoelektrizität wird bisher wenig genutzt. Aber Ann war 16, als sie die Taschenlampe entwickelt hat. Sie ist also noch jung und kann viele weitere Geräte entwickeln, die mit Thermoelektrizität funktionieren. Warten wir ab, was sie noch erfindet.

 


 

Selbst eine Heldin/ein Held sein: Aktionen zum mitmachen

Du musst nicht gleich eine tolle Erfindung machen oder jemanden das Leben retten, um eine Heldin oder ein Held zu sein. Du kannst einfach bei Aktionen mitmachen, die Gutes bewirken. Drei solche Aktionen stellen wir dir hier vor.



Dein Tag für Afrika

Afrika ist der Kontinent, der südlich von Europa liegt. Den meisten Menschen fallen bei dem Wort Afrika die wilden Tiere ein, die dort leben. Elefanten, Löwen, Nashörner und Giraffen. Afrika ist aber viel mehr als das. Es ist ein Kontinent mit sehr unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Lebensweisen.

In Afrika gibt es auch Probleme. Kinder, die nicht zur Schule gehen können, weil die Familien zu arm sind und die Kinder arbeiten müssen. Kinder, die wegen Krieg oder Dürre mit ihren Familien ihre Dörfer verlassen müssen und am Stadtrand unter schlechten Bedingungen leben. Kinder, die kein sauberes Trinkwasser haben und bei Krankheiten keine Behandlung oder Medizin bekommen.

Die Aktion „Dein Tag für Afrika“ fordert Kinder und Jugendliche in Deutschland auf, diesen Kindern in Afrika zu helfen. Die Kinder in Deutschland sollen einen Tag im Jahr nicht zur Schule gehen, sondern arbeiten und das Geld, dass sie an dem Tag verdienen, für Bildungsprojekte in Afrika spenden. Du kannst an dem Tag zum Beispiel für deine Nachbarin einkaufen gehen, das Treppenhaus putzen, Babysitten oder eine andere Arbeit machen. Das Geld spendest du dann an die Aktion „Dein Tag für Afrika“. Für das Geld werden in einem afrikanischen Land Schulbücher gekauft, Schulkindern ein Besuch in einem Museum oder Kindertheater ermöglicht oder für eine Schule Sportgeräte angeschafft.



Sternsinger

Anfang Januar gehen sie durch die Straßen von Haus zu Haus. Die Sternsinger. Sie sind als die „Heiligen drei Könige“ verkleidet. Sie bringen an den Häusern den Sternsingersegen „Gott segne dieses Haus“ an und sammeln Geld für notleidende Kinder in aller Welt. Dafür spenden die Menschen Geld. Das Geld wird genommen, um Kinder, denen es nicht gut geht, zu helfen.

Die Sternsinger ist weltweit die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Sie gibt es seit 175 Jahren. In diesem Jahr geht das gesammelte Geld an Kinder, deren Eltern in andere Länder gegangen sind, um dort zu arbeiten. Die Kinder bleiben zurück und leben bei Tanten, Großeltern oder anderen Verwandten und Bekannten. Manchmal ist es das älteste Kind der Familie, dass die kleineren Geschwister versorgen muss. Es ist schlimm für die Kinder, die oft viele Monate oder Jahre von den Eltern getrennt sind. Mit dem Geld, das in diesem Jahr von den Sternsingern eingesammelt wurde, wird diesen Kindern geholfen.

Wenn du bei den Sternsingern mitmachen willst, dann achte im Dezember auf Aushänge im Stadtviertel oder auf Berichte in Zeitungen. Dort steht dann, an wen du dich wenden musst. Die Sternsinger-Aktion wird von den katholischen Kirchen organisiert. Du musst aber nicht katholisch sein, um mitmachen zu können.



Plant for the Planet

Alles begann 2007. Felix Finkbeiner war 9 Jahre alt, als er von einem Projekt hörte, bei dem überall auf der Welt Bäume gepflanzt werden sollte, um den Klimawandel zu verlangsamen. Er ruft in seiner Schule zum Bäume pflanzen auf und will erreichen, dass alle Kinder in jedem Land der Welt eine Millionen Bäume pflanzen. Das Projekt wird schnell bekannt, es werden Spenden gesammelt , von denen kleine Bäume gekauft werden, die die Kinder einpflanzen.

2011 gründet Felix – unterstützt durch seinen Vater – die „Plant for the Planet“ – Stiftung.. Die Stiftung sammelt das Geld für die Pflanzaktionen. Ein gespendeter Euro ist ein gepflanzter Baum, so sagt es Felix. So sollen innerhalb von 10 Jahren weltweit eine Billionen Bäume gepflanzt werden.

An dieser Aussage wird inzwischen gezweifelt. Es werden wohl nicht so viele neue Bäume gepflanzt wie gesagt wurde. Und auch nicht alle kleinen Bäume wachsen an und überleben. Dennoch ist die Idee, viele Bäume zu pflanzen, sehr gut. Es gibt auch in Bonn immer wieder Pflanzaktionen oder Möglichkeiten, Blumenwiesen anzulegen. Du kannst mal im Internet nach den Wörtern NABU Bonn (NaturschutzBund), oder BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) oder LNU (Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt) gucken. Dort findest du viele Mitmachaktionen ganz in deiner Nähe.

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Tick, Trick und Track

Die Comicfiguren Mickey Maus und Donald Duck kennen wahrscheinlich die meisten Kinder. Es gibt auch eine Fernsehserie namens „DuckTales - Neues aus Entenhausen“. Vielleicht hast Du ja auch selbst ein paar Comics daheim? Dann weißt du, dass es viele Figuren darin gibt – darunter die Drillinge Tick, Trick und Track. Sie leben bei ihrem Onkel Donald in Entenhausen. Da sie sich so ähnlich sehen und auch charakterlich sehr ähnlich sind, kann man sie eigentlich nur durch ihre Mützen unterscheiden. Die Mützenfarben sind allerdings nicht festgelegt, sie wechseln immer; manchmal sogar innerhalb einer Geschichte.

Vielleicht liegt das ja daran, dass es bei ihnen manchmal ganz schön wild zugeht. Denn obwohl Tick, Trick und Track noch so jung sind, haben sie schon einige Abenteuer erlebt. Oft reisen die drei mit ihren beiden Onkel (Donald und Dagobert Duck) rund um die Welt. Anders als Donald freuen sie sich immer sehr, ihren Großonkel Dagobert auf dessen Expeditionen begleiten zu dürfen. Der kann sich wirklich glücklich schätzen, dass sie ihn begleiten. Denn in den schwierigsten Situationen finden die drei pfiffigen Neffen immer einen Ausweg. Stets dabei ist das sog. Schlaue Buch. Das Buch kennt wundersamerweise so gut wie auf alles die Antwort und enthält ganz viele Informationen. Damit helfen die Jungs den Erwachsenen immer sehr.

Das Schlaue Buch haben Tick, Trick und Track von ihrem Pfadfinder-Verein. Er trägt den lustigen Namen „Fähnlein Fieselschweif“. Mit den Pfadfindern gehen sie häufig zelten und sind viel in der Natur unterwegs.

Deshalb sind ihre Hobbys auch: Sammeln von Pfadfinderorden, Zelten mit den Fieselschweiflingen, aber ebenfalls Action-Spiele, Baseball und Reisen. Generell sind sie oft viel reifer und vernünftiger als Dagobert und Donald. Tick, Trick und Track sind schlau, schlagfertig und hilfsbereit. Sie helfen v. a. Onkel Dagobert gegen die Panzerknacker und Gundel Gaukeley, die sein Geld stehen wollen. Oder sie helfen ihrem Onkel Donald aus der Patsche, denn der ist ein ziemlicher Pechvogel. Die drei Brüder sind sehr engagiert, u. a. beim Umwelt- und Klimaschutz.

Natürlich gibt es die Comics auch in anderen Ländern. Dort heißen Tick, Trick und Track dann entsprechend anders: auf Englisch Huey, Dewey, and Louie; auf Arabisch كركور و فرفور و زرزور (Karkoor, Farfoor und Zarzoor); auf Niederländisch Kwik, Kwek, en Kwak; auf Türkisch Cin, Can ve Cem; auf Russisch Билли, Вилли и Дилли (Billy, Villy und Dilly).

Aus rechtlichen Gründen können wir euch leider keine Bilder zu diesem Artikel zeigen. Ihr könnt aber auf die Webseite Duckipedia gehen, und euch dort Bilder von Tick, Trick und Track ansehen.

 


 

Louis Braille

Liest Du auch so gerne? Bestimmt hast Du ein oder sogar mehrere Lieblingsbücher. In Deutschland leben allerdings über 580.000 Menschen, die blind sind oder sehr schlecht sehen können. Aber auch für diese Menschen gibt es zum Glück Bücher, z. B. die „Harry-Potter“-Reihe. Sie sind nämlich in einer speziellen Schrift geschrieben, der sogenannten Braille-Schrift. Zu verdanken ist das einem kleinen Helden: Louis Braille, der im 19. Jahrhundert in Frankreich gelebt hat.

Hier siehst Du seinen Namen in der nach ihm benannten Schrift geschrieben. Bildquelle: Wikimedia
Louis Braille wurde am 4.1.1809 in einem Dorf bei Paris geboren. Mit drei Jahren hatte er einen Unfall in der Werkstatt seines Vaters, bei dem er sich die Augen verletzte. Mit fünf Jahren erblindete er ganz. Seine Eltern haben ihn aber sehr unterstützt. Deshalb zog er mit zehn Jahren nach Paris und besuchte das „Königliche Institut für junge Blinde“, ein Internat extra für blinde Kinder.

Dort gab es in der Bibliothek bereits Bücher für Blinde. Mithilfe von Bleiklötzchen prägte man die Buchstaben in dickes Papier. So konnte man sie mit den Fingerspitzen erfühlen. Doch diese Bücher waren kompliziert herzustellen, sehr groß und wogen sehr viel. Die meisten Kinder hatten außerdem große Mühe, die Buchstaben zu ertasten. Deshalb lernten sie v. a. durch die „Papageienmethode“: dem Lehrer zuhören und oft wiederholen.

Louis wollte das vereinfachen und beschäftigte sich mit einem Schreibsystem aus dem Militär, über das Geheimbotschaften übermittelt wurden. Als 15jähriger hatte er dann eine eigene Version ausgearbeitet, die so funktioniert:

Mit sechs Punkten in bestimmten Kombinationen kann man alle Buchstaben des Alphabets darstellen. Die Buchstaben werden aus max. 2,3mm weit auseinander liegenden Tastpunkten gebildet. So entstehen dann ganze Wörter und Texte. Insgesamt gibt es 64 unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten, mit denen Buchstaben, Zeichen und Zahlen dargestellt werden können. Da die Punkte etwas dicker (also erhaben) sind, lassen sie sich gut mit den Fingern ertasten.

Louis „übersetze“ sogar Musiknoten, denn er war ein sehr guter Musiker. Am Anfang waren die Leute skeptisch. Doch schließlich nutzte seine ganze Schule die Tastschrift aus Punkten. Vor über 100 Jahren wurde die Braille-Schrift auch zur offiziellen Schrift für den Unterricht in Blindenschulen auf der ganzen Welt. Endlich konnten Blinde ohne fremde Hilfe miteinander kommunizieren, schreiben und lesen. Durch Louis‘ Arbeit ist also eine neue erfolgreiche Blindenschrift entstanden!

Bildquelle: Freepik
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Heute gibt es spezielle Schreibmaschinen oder Drucker. Sie drucken die in Punktschriftzeichen übersetzten Texte auf Spezialpapier. Allerdings sind die Dokumente fast 30 Mal so dick wie der Text für Nicht-Blinde. Aber es gibt auch PCs für Blinde, die Texte vorlesen. Im Internet surfen oder Schreiben geht zudem über eine extra mechanische Zeile vor der Tastatur.

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Das Tolle ist, dass die Braille-Schrift nicht nur im Deutschen gültig ist. Andere Sprachen wie Englisch oder Arabisch können ebenso damit geschrieben werden. Und all das ist einem blinden Jungen zu verdanken, der eine tolle Idee hatte und sich dafür eingesetzt hat!

 


 

Emma González


Bildquelle: Unsplash
Emma González war 17 Jahre alt, als sie eine Schießerei an ihrer Schule in der amerikanischen Stadt Parkland überlebte. Ein ehemaliger Mitschüler ist mit einer Waffe in die Schule gegangen und hat um sich geschossen. In den USA ist es sehr leicht, eine Waffe zu kaufen. Emma hat nach diesem schrecklichen Erlebnis gesagt: "Das darf niemals wieder passieren!" Sie forderte strengere Gesetze für den Kauf von Waffen in ihrer Heimat. Sie gründete auch eine Organisation, die sich für stärkere Kontrollen von Waffenbesitz einsetzt. Emma hielt eine Rede bei einem großen Protest gegen Waffenbesitz, dem "March for our Lives" (auf Deutsch heißt das "Marsch für unsere Leben"). Seitdem wird die mutige Emma zu Recht als Heldin einer Bewegung gefeiert, die die amerikanischen Schulen zu einem sichereren Ort machen möchte.


Bildquelle: Unsplash


 


 

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