Natur und Umwelt

Wildtiere als "Haustiertrends"

Ein Faultier zum Kuscheln? Bitte nicht! Wildtiere als "Haustiertrends"

Lamas auf Schulranzen, Einh√∂rner auf Tassen und Brotdosen oder Faultiere auf dem Lieblingskissen. Sicher fallen dir noch mehr s√ľ√üe Tiere ein, die pl√∂tzlich √ľberall waren! Jedes Jahr gibt es neue Tiere, die zu richtigen "Trends" werden. Das hei√üt, dass sie sehr beliebt sind und die Menschen gerne zum Beispiel eine Decke mit ihrem Lieblingstier haben m√∂chten. Auf vielen Dingen, die man kaufen kann, tauchen dann die beliebtesten Tiere auf.

Es gibt aber auch Menschen, die ein echtes "Trendtier" besitzen m√∂chten. Nat√ľrlich kein Einhorn, die gibt es ja gar nicht wirklich! Aber es kommt immer wieder vor, dass Tiere als Haustiere gehalten werden, obwohl sie gar keine sind. Und das ist gar nicht gut f√ľr die Tiere.

Oft spielt das Internet dabei eine Rolle. Auf Instagram sieht man zum Beispiel Igel, die bei Tageslicht verkleidet werden. Oder auch Otter, die beim Essen von einem Teller gefilmt werden. Auch wenn es s√ľ√ü aussieht - die Tiere leiden darunter: Igel sind nachtaktiv und schlafen normalerweise am Tag. Otter sind J√§ger und ihnen fehlt etwas, wenn sie nicht mehr jagen k√∂nnen.


Faultiere


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Der chaotische Sid aus "Ice Age" oder die langsamen Faultiere aus "Zoomania". Keine Frage: Faultiere sind aus Filmen als gem√ľtlich und sanftm√ľtig bekannt. Aber als Haustiere und zum Kuscheln sind sie nicht geeignet. Auch wenn es so aussieht, als ob sie l√§cheln und froh sind: Sie haben kaum Gesichtsmuskeln und k√∂nnen diese kaum steuern. Sie brauchen viel Ruhe und sind Einzelg√§nger. Wenn sie viel Kontakt zu Menschen haben, haben sie sehr viel Stress. Dadurch werden sie krank. In freier Wildbahn werden Faultiere bis zu 30 Jahre alt. Wenn sie gehalten werden, um mit Touristen f√ľr Selfies zu posieren, sterben sie oft schon nach 3 bis 6 Monaten.

Otter


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Otter sind seit einiger Zeit die neuen Stars auf YouTube. Sie schlafen in Hundebetten und gehen mit Herrchen oder Frauchen an der Leine im Park spazieren. Besonders in asiatischen L√§ndern sind sie beliebt als Haustiere. Aber das ist keine gute Idee und schadet den Ottern. Sie brauchen viel Platz und sehr viel Wasser. Au√üerdem sind sie sehr gesellig und leben oft in Gruppen mit bis zu 15 Otterfreundinnen und -freunden. In einem Haus gehalten werden Otter also sehr schnell einsam und k√∂nnen nicht auf ihre nat√ľrliche Art und Weise leben und jagen. Dadurch dass immer mehr Otter als Haustiere gehalten werden, gibt es viel weniger Otter auf der Welt als noch vor einigen Jahren!

Igel

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Wusstest Du, dass Igel bei der Suche nach Nahrung mehrere Kilometer pro Nacht laufen? Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass ein kleiner K√§fig f√ľr einen Igel gar keine gute Idee ist! Trotzdem werden immer mehr Igel als Haustiere gehalten und dadurch schnell krank. Au√üerdem haben Igel Phasen, in denen sie sich viel ausruhen m√ľssen. Bei Menschen ist es aber immer wieder laut, deshalb k√∂nnen sich die Igel gar nicht genug ausruhen.

Minischwein

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Schweine w√ľhlen gerne im Schlamm. Sie f√ľhlen sich hier sehr wohl. Eine sauber geputzte kleine Wohnung kann sie tats√§chlich krank machen. In Deutschland ist es zwar erlaubt, Minischweine als Haustiere zu halten, aber gl√ľcklich sind die Tiere in einer Wohnung nicht! Sie sind sehr verspielt und brauchen andere Schweine, um sich wohlzuf√ľhlen. Au√üerdem brauchen sie Auslauf an der frischen Luft. Ein Balkon in der Stadt reicht hierf√ľr auf keinen Fall aus.

 


 

Passen du und Katzen zusammen?

Hörst du oder jemand anderes in deiner Familie gerne laut Musik?
Ja (oft) / Nein (selten)

Fahrt ihr oft f√ľr viele Wochen in den Urlaub?
Ja / Nein

Hat jemand in deiner Familie eine Allergie gegen Tierhaare?
(Allergie bedeutet, dass jemand zum Beispiel immer niesen muss, wenn ein Tier in der Nähe ist.)
Ja / Nein

Ist eure Wohnung oder euer Haus klein?
Ja / Nein

Muss es bei euch zu Hause immer sehr ordentlich und sehr sauber sein?
Ja / Nein

Habt ihr schon einen Hund?
Ja / Nein


3 bis 6 mal ‚ÄěJa‚Äú: Eine Katze scheint nicht das richtige Haustier f√ľr euch zu sein. Vielleicht informierst du dich noch mal oder wartest noch ein bisschen.

3 bis 6 mal ‚ÄěNein‚Äú: Eine Katze k√∂nnte das richtige Haustier f√ľr dich und deine Familie sein. Also am besten mal ins Tierheim gehen und gucken.

 


 

Tips zum Umgang mit einem fremden Hund


Bildquelle: Pixabay
Wenn du mit einem fremden Hund Kontakt aufnehmen willst, sei immer vorsichtig und aufmerksam und frage erst den Hundehalter, ob das in Ordnung ist, besonders, wenn du den Hund noch nie getroffen hast.

Nähere dich dem Hund langsam und ohne hektische Bewegungen und renne nicht auf ihn zu.

Sprich leise mit ihm und lass ihn erst an deiner Hand schnuppern, bevor du ihn streichelst. Halte ihm dazu den Handr√ľcken hin, das wirkt weniger bedrohlich. Du kannst dich auch zu dem Hund knien oder in die Hocke gehen. Beuge dich nicht √ľber den Hund und sieh ihm nicht lange in die Augen. Auch das k√∂nnen Hunde als bedrohlich empfinden.

Zieht sich der Hund zur√ľck und geht weg, lass ihn. Dann m√∂chte er keinen Kontakt.

Ist der Hund freundlich und interessiert, kannst du ihn streicheln, wenn der Besitzer einverstanden ist. Hund m√∂gen es besonders, an der Brust oder am Hals gestreichelt oder gekrault zu werden. Sie m√∂gen es nicht so sehr, √ľber den Kopf gestreichelt zu werden oder auch get√§tschelt zu werden.

Einem fremden Hund solltest du √ľbrigens niemals Leckerchen geben, ohne die Besitzer zu fragen. Manche Hunde k√∂nnen Allergien haben und das Leckerchen nicht vertragen.

 


 

Andere Länder, andere Haustiere

In den verschiedenen L√§ndern der Welt gibt es sehr unterschiedliche Tiere. Daher findet man √ľberall auch andere Haustiere als hier bei uns in Europa.


Bildquelle: Pixabay
In asiatischen L√§ndern wie Indien oder Indonesien sind kleinere Affenarten als Haustier nicht ungew√∂hnlich. Schlie√ülich leben diese Tiere in diesen L√§ndern. Leider m√∂gen Affen es gar nicht, so eng mit Menschen zusammenzuleben. Auch wenn es bei Pippi Langstrumpf so nett beschrieben ist: Affen brauchen ganz andere Lebensbedingungen und sind in H√§usern und Wohnungen nur ungl√ľcklich.

In Indonesien sind Plumporis, das sind kleine Affen mit gro√üen Augen, Gl√ľcksbringer und Kinderspielzeug. Obwohl der Verkauf von Plumporis verboten ist, werden sie immer noch √ľber das Internet angeboten.

Plumporis geh√∂ren in den Regenwald. Sie haben Angst vor Menschen und Ber√ľhrungen. Ihre empfindlichen Augen und Ohren leiden unter k√ľnstlichem Licht und lauten Ger√§uschen. Sie verlieren ihren Geruchssinn und vertragen gekochte und kleingeschnittene Nahrung nicht.

In Indonesien gibt es auch Menschen, die Orang-Utans im Haus halten. Orang-Utans sind große Affen, die sehr klug sind. Wenn man Orang-Utans als Haustier hält ist das so, als wenn man dich in einen Käfig sperrt und wie ein Tier hält. Also einfach nur schrecklich.

Auch in Indien werden kleine Affen als Haustiere gehalten. Manche Menschen verdienen ihr Geld damit, indem sie den Affen Kunstst√ľcke beibringen. Affen m√ľssen immer mit Artgenossen zusammenleben und sind nicht geeignet, mit Halsband und an einer Kette auf der Stra√üe vor anderen Menschen Handstand zu machen oder zu klatschen.

Bildquelle: Pexels / Jamie Diaz - Werbung f√ľr Katzencaf√©

In Japan leben viele Menschen in sehr kleinen Wohnungen. Sie arbeiten oft sehr viel und haben dann wenig Zeit, sich um ein eigenes Haustier zu k√ľmmern. Daher gibt es viele sogenannte Tier-Caf√©s. Dort leben im Caf√© Katzen oder Hunde, aber auch Schlangen, Igel oder Eulen und die Besucher k√∂nnen mit den Tieren kuscheln und sie streicheln.

F√ľr die Tiere ist dies sehr unangenehm. Sie werden st√§ndig angefasst und hochgehoben. Sie sind L√§rm, Ger√ľchen und hellem Licht ausgesetzt. F√ľr Tiere, die eigentlich am Tag schlafen und in der Nacht aktiv sind, ist das besonders schlimm.


Bildquelle: Pixabay
Sehr reiche Menschen k√∂nnen sich sehr ausgefallene Tiere halten. In Russland sind Pumas, Leoparden oder B√§ren ein Statussymbol, also etwas, womit man angeben kann. So wie mit einem gro√üen Auto. Aber Tiere sind keine Gegenst√§nde. Sondern Lebewesen, die nicht in einen K√§fig, ins Haus oder in den Garten geh√∂ren. F√ľr die Tiere ist es eine Qual, so zu leben.

Aber nicht nur in Russland ist es erlaubt, solche wilden Tiere im Haus zu halten. Auch in Deutschland kann man wilde Tiere im Haus halten. Sofern sie in Gefangenschaft gez√ľchtet wurden und nicht gequ√§lt werden. Aber wer kann √ľberpr√ľfen, wie sehr ein wildes Tier leidet?
Auch in den USA haben sehr viel Menschen Haustiere. Und auch dort gibt es Menschen, die Tiere nicht aus Tierliebe halten, sondern damit angeben wollen. So soll es in den USA √ľber 5000 Tiger geben, die privat gehalten werden. Daf√ľr braucht man nicht einmal eine Erlaubnis von den Beh√∂rden.

Tiersch√ľtzer setzen sich √ľberall auf der Welt daf√ľr ein, dass die Haltung von wilden Tieren, die frei leben m√ľssen und auch mit Artgenossen zusammen sein m√ľssen, nicht von Menschen als Haustier gehalten werden d√ľrfen.
Dar√ľber w√ľrden sich z.B. die Otter freuen. Sie leben in der freien Wildbahn immer in der N√§he von Wasser. Sie leben in Gruppen mit bis zu 15 Tieren. Sie brauchen viel Platz und Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten. Sie brauchen sauberes Wasser und zum Fressen Fische, Fr√∂sche und Krebse. Sie haben scharfe Krallen und Z√§hne. Leider sind Zwergotter im Moment ein Modehaustier geworden und Menschen halten sie in der Badewanne oder kleinen Wasserbecken. Das ist f√ľr die Otter ganz schrecklich und sie leiden sehr und sterben schnell. So niedlich sie auch aussehen, das allein darf kein Grund sein, ein Tier zu qu√§len. Dann kaufe lieber ein Stofftier.

Wenn du dein Wissen √ľber ungew√∂hnliche Tiere, die als Haustiere geeignet sind, testen m√∂chtest, kannst du das auf dieser Internetseite machen.

 


 

Reptilien als Haustiere

Welche Reptilienarten sind am besten als Haustier geeignet?

Das Wichtigste zuerst: Reptilien sind keine Kuscheltiere! Sie brauchen wenig Aufmerksamkeit von dir, was f√ľr dich langweilig sein k√∂nnte. Sie k√∂nnen sich gut mit sich selbst besch√§ftigen. Wenn man allergisch ist gegen Tierhaare sind Reptilien jedoch eine gute Wahl. Man muss sehr gut aufpassen, da manche Reptilien auch giftig sind.

1. Schildkröte


Beliebt unter den Reptilien als Haustiere sind Schildkr√∂ten. Sie sind ruhige Zeitgenossen und faszinierend zu beobachten. Manche Schildkr√∂ten werden bis zu 100 Jahre alt! Sie sind also ein Begleiter f√ľrs Leben.

Sie sind aber auch sehr anspruchsvoll. Sie brauchen sehr viel Platz und Pflege. Landschildkröten laufen viel, auch wenn sie sehr langsam sind. Daher brauchen sie ein großes Gehege, am besten in einem Garten. Wasserschildkröten brauchen hingegen Platz zum Schwimmen.

Schildkr√∂ten essen viele verschiedene Sachen, zum Beispiel Gem√ľse und frische Kr√§uter. Salat ist hingegen nicht gut f√ľr sie!

Au√üerdem halten Schildkr√∂ten Winterruhe. Das ist kein Winterschlaf. Sie sind in dieser Zeit aber weniger aktiv. Daf√ľr brauchen sie ein ruhiges Pl√§tzchen, an dem die Temperatur immer gleich ist. Manche Menschen kaufen daf√ľr sogar extra einen K√ľhlschrank f√ľr die Schildkr√∂te!

2. Eidechse


Wie gut es deiner Eidechse bei dir geht, hängt von vielen Sachen ab. Sie braucht ein großes Terrarium, das richtige Klima und eine passende Einrichtung. Außerdem musst du das Terrarium regelmäßig sauber machen.

Auch beim Futter musst du auf einiges achten. Eidechsen essen zum Beispiel gerne (lebendige!) Mehlw√ľrmer, Maden, Raupen oder kleine Heuschschrecken.

Achtung! Eidechsen k√∂nnen ihren Schwanz abwerfen, wenn sie sich bedroht f√ľhlen. Daher darf man sie niemals am Schwanz fassen.

3. Gecko


Geckos sind keine gew√∂hnlichen Haustiere, wie etwa ein Hund oder eine Katze. Wie bei anderen Reptilien muss man auch bei Geckos einige besondere Dinge beachten. Geckos kann man alleine halten, aber zu zweit f√ľhlen sie sich oft wohler.

Sie sind auch nicht zum Schmusen geeignet, aber es gibt einige Geckos, die auch von selbst auf deine Hand krabbeln.

Einige Geckoarten halten Winterruhe. Zum Beispiel der Leopardgecko, bei dem die Winterruhe etwa zwei Monate dauert. In dieser Zeit brauchen die Geckos viel Ruhe und wenig Licht. Sie fressen in dieser Zeit nichts, m√ľssen aber etwas trinken.

Was kosten Reptilien?

Das ist ganz unterschiedlich. Geckos kosten zwischen 30 und 100 Euro, Eidechsen kosten etwa 70 Euro. F√ľr Schildkr√∂ten musst du mit 80 bis 120 Euro rechnen.

Au√üerdem brauchst du ein Terrarium, in dem dein Reptil lebt. Diese kosten etwa 200-300 Euro. Zus√§tzlich brauchst du ein bisschen "Einrichtung", damit sich das Tier wohlf√ľhlt. Zum Beispiel eine W√§rmelampe, damit es sch√∂n kuschlig warm ist.

Au√üerdem auch √Ąste und H√∂hlen, damit sich das Reptil zur√ľckziehen kann. Du merkst, es kommt einiges zusammen!

Was mögen Reptilien gerne und was mögen sie gar nicht?

Reptilien sind gerne alleine und haben ihre Ruhe. Eidechsen und Geckos essen gerne lebende Insekten. Diese zu verf√ľttern ist nicht jedermanns Sache!
Sie mögen keine Kuscheleinheiten. Wenn du also gerne ein Haustier zum Kuscheln hättest, sind Reptilien nicht die richtige Wahl.

Bildquelle (alle Bilder): Pixabay

 


 

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